KALTGASSPRITZEN (COLD SPRAY)
Das Kaltgasspritzen ist ein neues Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen. Es beruht auf dem Aufprall von kalten Partikeln hoher kinetischer Energie / Bewegungsenergie auf Substrate / Trägermaterial (siehe Abb. Der Fa. Linde).

Dazu wird ein bis zu 650 °C aufgeheiztes Prozessgas durch Expansion in einer Lavaldüse auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt und anschließend die Pulverpartikel in den Gasstrahl injiziert. Diese injizierten Spritzpartikel werden durch die Expansion des Prozessgases auf deutlich unter 0° C gekühlt und dabei auf eine so hohe Geschwindigkeit beschleunigt, dass sie im Gegensatz zu anderen thermischen Spritzverfahren auch ohne vorangehendes An- oder Aufschmelzen beim Aufprall auf das Substrat eine dichte und fest haftende oxidarme oder weitgehend oxidfreie Schicht bilden. Da die Temperatur der Prozessgases unter dem Schmelzpunkt des Spritzstoffes liegt, wird auch das Gefüge nicht verändert so dass sich die Schicht nicht vom Ausgangsmaterial unterscheidet. Auch das Bauteil erwärmt sich dabei nur unwesentlich.
Geringe Temperaturen und ein klar definierte Spritzstrahlgeometrie erlauben das Auftragen von Schichten weitgehend ohne die Notwendigkeit einer Maskierung.
Ein verfahrenstypisches Merkmal der Kaltgastechnologie ist der auf wenige Millimeter Durchmesser fokussierte Spritzstrahl und die noch kleineren Partikeldurchmesser von 5 bis 25 µm im vergleich zum Hochgeschwindigkeitsflammspritzen.
Einige wichtige Parameter:
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5 nm bis mehrere mm
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650° C
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- Gasstrahlgeschwindigkeit:
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mehrfache Schallgeschwindigkeit
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5 bis 25 µm
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500 m/sek bis 1500 m/sek
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Metalle und Legierungen
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Zu den Kapiteln
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THERMISCHES SPRITZEN